Die Kokereiindustrie auf dem Waldenburger Bergland kam im XVIII. Jahrhundert zum Vorschein. Die ersten Proben der Verkokung gab es bereits 1776. Im Jahre 1798 arbeiteten in Wałbrzych (Waldenburg/Schlesien) 4 Kokereien bei den Gruben und ihre jährliche Koksproduktion betrug damals ca. 4,5 Tsd. t Koks. Im Jahre 1900 waren in Wałbrzych 948 Ofenräume tätig, ihre Leistung betrug 540 Tsd. t Koks im Jahr. Bis 1961 vier Kokereien in Wałbrzych („VICTORIA”, „Bolesław Chrobry”, „Biały Kamień” und „Mieszko”) waren selbstständige Unternehmen. Im Juli 1961 wurden sie fusioniert und so entstand das Unternehmen Kokereiwerke „Wałbrzych“. Im Mai 1999 wurde der Volkseigene Betrieb Kokereiwerke „Wałbrzych“ in eine Einmanngesellschaft der Staatskasse – Kokereiwerke „Wałbrzych“ AG umgewandelt. Im Januar 2007 hat die außerordentliche Generalversammlung ihren Namen gegen Wałbrzyskie Zakłady Koksownicze „Victoria” S.A. (Waldenburger- Kokereiwerke „Victoria” AG) geändert.
Die Kokerei „Victoria‘ gehört zu ältesten koksochemischen Betrieben im Inland. Der Betrieb verfügt über 5 Koksofenbatterien Type Vi-75 und ist der einzige herausragende im Inland sowie bedeutende in Europa Hersteller des Spezialgießereikokses KĘSY (Stückkohle) 1 S mit Granulation +100 mm. Zurzeit wird in „Victoria“ über 500 Tsd. t Koks jährlich hergestellt, davon ca. 400 Tsd. t Spezialgießereikoks.
Der Anteil von WZK „Victoria“ AG in der Koksproduktion Polens beträgt 5%. Im Jahre 2010 hat „Victoria‘ 331.589,86 t Koks exportiert. In diesem Jahr hat die Gesellschaft 525.413,51 t Koks, darunter 432.042,83 t Gießereikoks hergestellt.


